• Die Geschichte der Uhren

    Die Geschichte der Uhren

    Zeit spielte für die Menschen schon immer eine große Rolle. Während es in der frühen Geschichte der Menschheit ausreichend war, die Tage in zwei Teile - Tag und Nacht - einzuteilen, ging man später dazu über, die Zeit in kleineren und größeren Abschnitten zu messen. Für die Zeitmessung wurden zunehmend auch die Sonne, Mond und Sterne beobachtet und deren Verlauf in bestimmte Zeiteinheiten eingeteilt. Bereits vor 6000 Jahren teilten die Sumerer den Tag in zweistündige Perioden auf. Dies ergab 12 Zyklen für einen Tag - und noch heute zählen die Ziffern auf unseren Analoguhren bis zwölf. In der Antike befassten sich die Gelehrten ebenfalls mit dem Phänomen Zeit. Sie versuchten, die Zeit zu messen und darzustellen. Die Vorläufer der modernen Zeitmessung waren Sonnen - und Wasseruhren. Ein Stab auf einer waagerechten Ebene stellte die Sonnenuhr dar. Je nach der Länge und der Richtung des abgebildeten Schattens konnte man die Tageszeit bestimmen. Auch die Sonnenwenden im Frühjahr und Herbst konnten mit der Sonnenuhr bestimmt werden. Wasseruhren dagegen zeigten nicht die aktuelle Zeit sondern einen ablaufenden Zeitraum an.

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    Etwa ab dem 15. Jahrhundert beschleunigte sich die Entwicklung der mechanischen Uhren. Zahnräder und komplizierte Mechanismen wurden bei der Konstruktion der Uhren verwendet. Im Jahr 1505 erfand Peter Henlein die erste mechanische Uhr, die in eine Hosentasche passte der Vorläufer unserer modernen Taschen- und Armbanduhren. In unserer modernen Welt ist ein Leben ohne Uhr undenkbar geworden, denn unser Leben ist geprägt von Zeiteinteilung und Zeitmessung. Uhren sind ein unabdingbarer Bestandteil für die Organisation unseres täglichen Lebens. Heutzutage gibt es Uhren, die sich nicht nur im Aussehen und im Preis unterscheiden, sondern auch für einen speziellen Verwendungszweck bestimmt sind. Eine analoge Uhr zeigt auf einem Zifferblatt mit Hilfe von verschiedenen Zeigern Sekunden, Minuten und Stunden an, während die digitale Uhr die Zeit in Ziffern anzeigt. Eine astronomische Uhr zeigt neben der Uhrzeit auch die Mondphasen, den Stand der Planeten und der Sonne an. Eier- und Sanduhren werden verwendet, um kurze Zeitabschnitte zu messen. Solaruhren nutzen die gespeicherte Sonnenenergie für ihre Funktion. Eine Funkuhr erhält das Zeitsignal über einen Langwellensender ausgestrahlt und korrigiert die Zeitangabe selbständig. Quarz-Uhren besitzen einen synthetischen Quarzkristall als Batterie. Eine Taucher-Uhr ist wasserdicht und extrem druckresistent, um auch in Wassertiefen bis zu 200 m zu funktionieren. Mit ihr wird die Tauchzeit gemessen. Armbanduhren gibt es in allen erdenklichen Formen und Preisklassen, von der einfachen Plastikuhr bis hin zu Luxusuhren aus Edelmetallen.

    Das Hauptaugenmerk bei der Herstellung von Uhren war zunächst, solche zu produzieren, die möglichst genau gehen. Gingen die ersten noch sehr ungenau, stellte sich bald eine deutliche Verbesserung ein. Die ersten Exemplare waren natürlich Uhren, wie Sonnenuhren, Sand- und Wasseruhren. Die Sonnenuhr richtete sich nach dem Stand der Sonne, die Sanduhr ließ eine bestimmte Menge Sand durch eine Verengung rieseln und die Wasseruhr war der Sanduhr ähnlich, nur eben unter Einsatz von Wasser. Erst später wurden die mechanischen Uhren entwickelt, die noch genauer die Zeit wiedergeben konnten. 1949 wurde dann die Atomuhr entwickelt, die als Zeitnorm gilt. Sie sendet in regelmäßigen Abständen ein Signal, das von den Funkuhren aufgenommen wird, so dass auch diese sehr genau die Zeit anzeigen.


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