Webdesign & Webgrafik
Das Internet bringt immer noch bisher ungeahnte Tätigkeitsfelder und neue Berufe hervor. Zwar ist die Euphorie und Goldgräberstimmung der ersten Jahre auch hier einer gewissen Routine gewichen, aber für kreative Köpfe gibt es im Netz immer noch mehr als ausreichend Möglichkeiten. Vor allem das Erstellen von neuen Homepages bzw. deren Überarbeitung beinhaltet Aufgaben, die verschiedene künstlerische und kreative Begabungen und Fertigkeiten erfordern. Nur die Wenigsten wissen, wie viel Arbeit investiert werden muss, bis eine Homepage online gehen kann. Da müssen Grafiken erstellt, Banner verknüpft, Logos entwickelt und Layouts erdacht werden.Die wichtigste Aufgabe des Webdesigns ist das Erstellen von übersichtlichen, informativen und ansprechenden Webseiten für den Auftraggeber. Oftmals wird hierbei nach den speziellen Vorgaben des Kunden gearbeitet, der seinem geplanten Internetauftritt ein bestimmtes Aussehen oder ganz eigene und unverwechselbare Charakteristika verleihen möchte.
Die Webseite muss vom Betrachter mit wenigen Blicken umfassend erfasst werden können, da der Besucher andernfalls die Seite sofort wieder verlässt. Eine derartige Oberfläche zu schaffen, ist Aufgabe der Webdesigner, wobei hier auch der Bereich Grafikdesign mit betroffen ist. Hier gilt es, die optimale Lösung für den Text, die Menüs, Buttons, Bilder und Überschriften zu finden. Beim „klassischen“ Webdesign findet sich im linken Teil der Webseite das Menü mit seinen Unterpunkten und der Navigation. Weitere wichtige Informationen, die aber nicht im direkten Zusammenhang mit dem Angebot stehen (AGB, Impressum etc.) sind oftmals am oberen Bildrand zu finden. Das reicht aber noch nicht aus, um einen Internetauftritt einmalig, unverwechselbar, ansprechend und vor allem einladend zu gestalten. Noch individueller wird die Webseite bzw. das dahinter stehende Unternehmen durch ein eigenes Logo. Hier beginnt die Arbeit des Logodesigners.
Durch das Erstellen eines Logos erhält die Webseite ihre persönliche Note. Das Logo (Corporate Design) kann aus den Anfangsbuchstaben des Unternehmens, aus einer Grafik oder aus einer Kombination beider Komponenten bestehen. Auch Hinweise aus der Firmengeschichte können Grundlage eines Logos sein. So stehen beispielsweise die vier Audi-Ringe für die Unternehmen „DKW“, „Wanderer“, „Audi“ und „Horch“.
Ein weiterer Bestandteil jeder Webseite sind die so genannten Banner. Sie finden meistens am oberen oder am rechten Rand ihren Platz und beinhalten weitere Informationen entweder zur Seite selbst oder zu anderen Webseiten. Das Bannerdesign bindet also Inhalte von Fremdanbietern auf der Webseite ein, wobei es sich nicht zwangsläufig um Werbung handeln muss. Auch Hinweise auf Routenplaner sowie auf Wetter- bzw. Nachrichtenseiten sind denkbar. Dabei wird im Bannerdesign zwischen statischen (= festen), animierten (= blinkenden) und HTML-Bannern unterschieden. In jedem Fall sollten die Banner aber zumindest entfernt einen thematischen Bezug zum Thema oder Angebot der jeweiligen Webseite haben.
Aber auch Texte, Bilder, Logos und Banner ergeben immer noch keine Webseite. Nun müssen die einzelnen Komponenten noch miteinander verbunden, abgestimmt und verlinkt werden, denn auch das Programmieren ist Bestandteil des heutigen Webdesigns. In vielen Agenturen wird zwar die künstlerische von der technischen Arbeit getrennt, aber dennoch gehen sie Hand in Hand. Die richtige Programmierung einer Webseite ist wohl der wichtigste Aspekt des Webdesigns. Ohne Kenntnisse aus den Bereichen Grafiksoftware, Betriebssysteme, HTML, Flash, SQL usw. nützt die beste künstlerische Vorarbeit nichts. Gerade angesichts dieser Bedeutung und der hohen Verantwortung der Webdesign-Programmierer wäre es wünschenswert, wenn Webdesign in Deutschland (z. B. Joomla Webdesign Aachen) endlich zu einem offiziellen Ausbildungsberuf avancieren würde.
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