Datenrettung und Datensicherung nach dem PC-Crash
Früher oder später trifft jeden dieses Szenario – man sitzt vor dem PC, nichts geht mehr, der Bildschirm wirft, wenn man Glück hat, noch Warninfos aus und dann tritt er ein, der Supergau am PC: die über meist langen Zeitraum
angesammelten Daten sind weg und man wünscht sich, doch häufiger eine Datensicherung vorgenommen zu haben.
Heut zu Tage trifft Datenverlust nicht nur Unternehmen hart, sondern auch die meisten Privatanwender, da der heimische Computer
längst nicht mehr nur "Spielzeug", sondern Gebrauchsgegenstand für Kommunikation, Haushaltsführung und vieles mehr ist.
Datenrettung ist jedoch nicht nur ein Thema nach dem Supergau, sondern auch oft auch schon davor. Jeder
Festplatte ist seitens des Herstellers das so genannte S.M.A.R.T., (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology), angeschlossen. Dieses System überwacht selbstständig und permanent bestimmte Parameter, warnt bereits vor und ermöglicht so
eine Datenrettung durch Datensicherung. Der Haken an S.M.A.R.T. ist allerdings die Einschränkung "bestimmte Parameter", denn diese sind vom jeweiligen Hersteller vorgegeben. Dennoch reagiert, laut einer Studie, S.M.A.R.T. in über 60% von
Störfällen. Erhält der User eine entsprechende Systeminformation gilt es als erstes ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Wichtig: keine weitere Datensicherung durch Speichern auf dieses Medium mehr vornehmen! Daten von defekten
Speichermedien können nur noch ausgelesen werden! Um eine entsprechende Festplatten Datenrettung vorzunehmen, sollte man also auf ein anderes, externes Speichermedium zurück greifen und hier eine Datensicherung vornehmen.

Datenrettung ist aber auch nicht selten nach menschlichen Fehlern notwendig. Hat man Daten versehentlich gelöscht, reicht manchmal bereits eine Systemrückstellung des Computers auf einen vorhergehenden Zeitpunkt aus. Ist dies nicht der Fall, so
helfen spezielle Programme für Datenrettung, das Schlimmste zu vermeiden. Auch versehentliches Formatieren der Speichermedien, eigentlich wollte man doch nur einfach eine Bereinigung vornehmen, kann mittels dieser speziellen Programme für Datenrettung
vor Verlust bewahren. Möglich ist dies, da die Daten nicht tatsächlich von der Festplatte verschwunden sind, sondern einfach nur verschoben wurden. Allerdings sollte man auch nach dem versehentlichen Löschen oder Formatieren auf keinen Fall
neue Speicherungen vornehmen, da dann der ursprüngliche Datenplatz anderweitig belegt wird und eine Datenrettung durch einfache "Rücksetzung" unmöglich wird.
Ist dieser Fall dennoch eingetreten, also die Festplatte wurde
versehentlich formatiert oder gelöscht und dann auch noch ein Speichervorgang vorgenommen, hat man wirklich ein Problem! Wurde die Löschung nur durch einmaliges Überschreiben vorgenommen, kann mit viel Glück noch eine Datenrettung erfolgen.
Hat man jedoch ein spezielles Löschprogramm, wie z.B. den Eraser genutzt und die Daten wurden mehrfach überschrieben, kann man eine einfache Datenrettung abschreiben. Hier kann höchstens noch der teure Fachmann helfen.
Ähnlich sieht
es bei defekten Speichermedien aus. Erkennt das System den defekten Datenträger, so kann die Datenrettung durch oben beschriebene Datensicherung noch erfolgen. Wird dieser Defekt jedoch nicht erkannt, läuft der User ins sprichwörtliche
"offene Messer" und eine Datenrettung kann definitiv abgeschrieben werden. Hier hat man nur noch die Möglichkeit, sich entweder mit dem Datenverlust abzufinden, oder tief in den Geldbeutel zu greifen und den Spezialisten die Datenrettung zu
überlassen.
Weshalb aber können diese häufig noch eine Datenrettung überhaupt vornehmen? Wie bereits erwähnt, verschwinden gespeicherte Daten bei Löschung, Formatierung oder Überschreiben nicht einfach im Nichts der
Hardeware, sondern werden auf einen anderen Speicherplatz verschoben und mit anderen Daten überlagert. Im schlimmsten Fall, dabei handelt es sich häufig um Defekte der Speichermedien, wurde die Datenstruktur zerstört. Die Datenrettung durch
Spezialisten erfolgt nun darin, den Zugriff auf das Speichermedium wieder zu ermöglichen und somit die verloren geglaubten Daten wieder lesbar zu machen. Dazu sind weitreichende Fehleranalysen notwendig, eventuell Reparaturen des Speichermediums und
zerstörte Datenbereiche müssen zur Datenrettung wieder rekonstruiert oder hergestellt werden.
Diese Arbeiten sind ausschließlich mit speziellen Werkzeugen und Softwaretools möglich und, dies ist der Hauptpunkt, ist nur in so
genannten Reinraum-Laboren ausführbar. Ist die Festplatten-Datenrettung und anschließende Datensicherung erfolgreich abgeschlossen, sind die Daten jedoch wieder ganz normal abrufbar.
Doch der beste Schutz, erst gar nicht in die Verlegenheit
zu kommen, eine Festplatten Datenrettung vornehmen zu müssen, ist die generelle und regelmäßige Datensicherung.
Bevor Sie die Daten von einer defekten Festplatte retten möchten, überlegen Sie vorher, wie wichtig die Daten wirklich für Sie sind, denn
eine Datenrettung kann u. U. sehr kostenintensiv sein.
Zum Backup von größeren Datein eigenet sich Beispielsweise ein Wlan Router mit USB Port zum Anschließen von externen Festplatten, ein Beispiel dafür wäre die
Fritzbox 7270.
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