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eCommerce & Controlling Methoden, Systematiken und allgemeine Diskussionen über eCommerce & Controlling.

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Alt 11.05.2006, 14:31   #1
brodbdie
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Bestandsführendes Sortiment

Im stationären Handel (facheinzel- und Großhandel) ist eines der Stellschrauben die Werthaltigkeit der Bestände und deren Umschlagsgeschwindigkeit.
Wenn ich mir einige eShops anschaue, scheinen mir die mit dem Thema verbundenen Problematiken identisch zu sein.
Wieviel Artikel führt Ihr im aktiven Bestand?
Und wieviel % der angebotenen Artikel sind Bestellware, und wieviel Lagerware?
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Alt 12.05.2006, 09:51   #2
eren
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Hallo,

ich denke, dass man die Frage nicht so pauschal beantworten kann.

Es gibt verschiedene Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Die Faktoren wären u. a.
  • Liefergeschwindigkeit vom Grosshändler/Hersteller
  • Herkunftsland der Artikel
  • Art der Artikel
Ich kenne z.B. Firmen/Hersteller, die von sich aus die Artikel in neutraler Verpackung an Endkunden versenden. Das bedeutet, dass die Zwischenhändler eigentlich diese Artikel nicht auf Lager halten muss. Hat sowohl Vorteile, aber auch Nachteile.

Bezieht man die Artikel aus dem eigenen Land, dann gibt es natürlich in den meisten Fällen kürzere Lieferzeiten, so dass man evtl. nur die gängigsten Artikel auf Lager halten muss und die anderen erst bei Bedarf beim Hersteller bestellt. Ich kenne Shopbetreiber, bei denen funktioniert das sehr gut, weil die Hersteller ziemlich zügig liefern (meist geht die bestellte Ware noch am selben Tag beim Hersteller raus).

Ein anderer Punkt wäre, dass es gibt Artikel gibt, die so sperrig sind, dass eine eigene Lagerhaltung wirtschaftlich nicht tragbar wäre bzw. Artikel, die erst auf Bestellung produziert werden.

Eine eigene Lagerhaltung ist in wäre in jedem Fall empfehlenswert, denn so kann man kürzere Lieferzeiten garantieren und bleibt damit auch langfristig Konkurrenzfähig. Wie umfangreich allerdings die Lagerhaltung sein sollte, hängt - wie ich finde - eben unter anderem von den oben genannten Punkten ab.

Bin auf andere Stimmen/Meinungen gespannt.
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Alt 12.05.2006, 10:11   #3
brodbdie
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gute Zusammenfassung

eren hat die Möglichkeiten und Aspekte zur Bevorratung treffend zusammen gefasst. Meine Frage bezog sich jedoch eher auf das IST.
Also wie wird es derzeit bei den verschiedenen eShops konkret in Zahlen ausgedrückt behandelt. deswegen die Unterscheidung in Bestellware (ware die bei Auftragseingang erst beim Vorlieferanten geordert wird) und Bestandsware (also Ware die im eigenen Lager bevorratet wird)
Mich interessiert Menge und %tuale Verteilung

neugierig wie immer :-D
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Alt 12.05.2006, 19:23   #4
eren
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Ort: Sankt Augustin
Beiträge: 1.607
Hi,

danke für Dein Lob!

Wie bei so vielen Themen, vermute ich, dass sich kaum welche zu diesem Thema äußern werden bzw. können.

Über Firmeninterne Daten spricht man nicht in der Öffentlichkeit, sagen Knigge & Co.

Ich würde mich selbstverständlich darüber freuen, wenn sich einige dennoch dazu äußern.

Ich kann nur aus meinen vergangenen Erfahrungen sprechen. Ich hatte damals einen Artikelstamm von ca. 3000 Artikeln. Ca. 350- 500 verschiedene Artikel hatte ich stets auf Lager. Alle anderen waren Bestellware. Ich konnte mir diese Art der Lagerhaltung erlauben, weil fast alle Hersteller noch am selben Tag versendet haben, so dass ich die meisten bestellten Artikel am darauffolgenden Tag in Empfang nehmen durfte. Zeitverlust bei der Bestellware: 1 Tag. Das war für mich optimal!

Ich bin mir jedoch sicher, dass sich diese Strategie nur in den wenigsten Fällen realisieren lässt!
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Alt 16.05.2006, 13:33   #5
cagr
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Registriert seit: 15.05.2006
Beiträge: 12
Hallo zusammen,

natürlich ist es aus Kundensicht am Besten immer so viele Artikel wie möglich auf Lager zu haben. Aber in der Praxis sieht das anders aus: Zum einen möchte man nicht ein zu großes Lager anlegen (aus Platzgründen) und zum anderen ist es immer eine finanzielle Frage, wie viele Produkte man vorab einkaufen kann, ohne eins davon bereits verkauft zu haben.

Also wenn man so zuverlässige Lieferanten hat, die i.d.R. innerhalb von 24-48 Stunden nach der Bestellung die Ware verschicken, kann man das in meinen Augen den Kunden schon zumuten. Man sollte es aber auch dem entsprechend im Shop bei der Lagerverfügbarkeit kennzeichnen.

In diesem Zusammenhang würde mich aber interessieren, ob es nicht irgend so ein Gesetz gibt, dass die Shopbetreiber verpflichtet eine bestimmte Prozentzahl der angebotenen Artikel auf Lager zu haben? Oder muss man rein theoretisch keinen angebotenen Artikel auf Lager haben?

Viele Grüße,
Carsten
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Alt 16.05.2006, 13:39   #6
laramarco
User
 
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Ort: Blessenbach
Beiträge: 579
guck mal hier:
Zitat:
BGH: Onlinebestellung ist sofort zu liefern - ECC-Expertentipp Recht

Der BGH hatte in einem aktuellen Verfahren Veranlassung, seine Recht-
sprechung zur Lieferzeit auch nach dem neuen UWG (Gesetz zum unlauteren
Wettbewerb) zu bestätigen und auf den E-Commerce zu übertragen. Wichtiger
noch sind generelle Erkenntnisse zum Verbraucherverhalten auf Websites,
die man sich bei der Onlineshopgestaltung zu Nutze machen kann.

Unter http://www.ecc-handel.de/bgh_onlineb...zu_liefern.php
finden Sie den aktuellen ECC-Expertentipp Recht von Rechtsanwalt Rolf
Becker. Rolf Becker ist Partner der Rechtsanwälte WIENKE & BECKER in Köln.
Der Autor von Fachbüchern (Fernabsatzgesetz, Versandhandelsmanagement,
Werbetexten, Kanzleiführung), Fachartikeln (www.versandhandelsrecht.de,
www.urteilsticker.de) und Redakteur in wettbewerbsrechtlich orientierten
Zeitschriften hat sich auf das Wettbewerbsrecht, Markenrecht und Vertriebs-
recht insbesondere im Fernabsatz spezialisiert. Rolf Becker ist ein
versierter Kenner der aktuellen Rechtsprechung. Er berät Unternehmen zu
allen Fragen rechtssicherer Werbung, Markenrecht, AGB und Vertrags-
gestaltung.

Rechtsanwalt Becker ist Mitglied im ECC-Club. Ab sofort wird er in unserem
Newsletter regelmäßig aktuelle Urteile zum Online-Handel kommentieren und
Händlern praktische Tipps geben, wie sie mit den gesetzlichen Vorgaben
umgehen sollen.
Grüße
Martina
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Zitat Sigmund Graff: "Erfolg ersetzt alle Argumente" (2004)
Zitat: "Ideen sind stärker als Körperkraft" (2005)
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Alt 16.05.2006, 14:07   #7
brodbdie
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Registriert seit: 04.05.2006
Ort: Hannover
Beiträge: 396
zu beachten ...

wobei die Lieferfähigkeit nicht gleich zu setzen ist mit Lieferzeit. Es gibt einige Versender, welche über keine eigene Lagerhaltung verfügen sondern direkt am Hersteller den Kunden beliefern.
Viel wichtiger ist die Erwartungshaltung des Kunden und die Art der Ware. das sortiment kann eine direkte Verfügbarkeit suggerieren. Es ist schon ein Unterschied ob ich einen Gabelstabler oder eine Tonerkartusche online bestelle... ;-)
Bei der Eröffnung des Topics ging es mir in erster Linie um die Risiko-Einschränkung. Also wie gestaltet der Online-Shopbetreiber seine Lagerhaltung, wie sind die Differenzierungen zwischen Bestell- und Bestandsware... wie oben genannt: Lager = Kapitalbindung.
Im stationären Handel ist dies genau eine permanente Problematik: falsche Ware - kein Kunde = zu hoher Bestand - nicht Werthaltig ...
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Alt 06.08.2006, 21:08   #8
Michael W.
User
 
Registriert seit: 06.08.2006
Beiträge: 3
Also ist ja doof, dass hier einige Beiträge, welche zwar älter sind, aber nichts destotrotz sehr interessant sind nicht weiter diskutiert werden. Hoffe also, dass es jetzt nicht unangenehm ist, wenn ich hier auch meine Meinung zugebe.

Also so wie ich das Urteil verstehe, ist es am besten, wenn man bei jedem Produkt die voraussichtliche Lieferzeit direkt angibt. Desweiteren bin ich der Meinung, dass wenn ich ein bestimmtes Produkt bewerbe dieses vorrätig habe, oder es bestelle und es zeitnah dem Kunden geliefert wird.

Ware, welche einen hohen Durchsatz hat, sollte auch vorrätig sein. Zumindest so vorrätig, dass der Bestand nicht nach 2 Tagen aufgebraucht ist. Im Umkehrschluß denke ich, wenn ein Artikel im Angebot ist, welcher nur sehr selten verkauft wird, nicht auf Lager liegen braucht.

Gut zu sehen ist dieses Lagergebaren im Moment bei CPUs. Was gibt es dort Schimpfe drauf, weil bestellt wurde als es hieß vorrätig und dann 2 Tage später mitgeteilt wurde, dass die Ware doch nicht geliefert wird.

Sollte mein Beitrag nun unpassend gewesen sein, so reicht eine PM und ich werde mich zurückhalten.
Michael W. ist offline   Mit Zitat antworten
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