Kleider machen Leute
Wie schon in der gleichnamigen Novelle von Gottfried Keller deutlich wird, dient Herren- und Dammenmode in der zivilisierten Welt nicht nur dazu gewisse Körperteile zu verhüllen und vor
Wind und Wetter zu schützen. Sie ist vor allem Ausdruck unseres Status in der Gesellschaft, unseres Einkommens, unseres Lifestyles oder dessen, was wir sind oder sein wollen. Kellers Protagonist, ein
armer Schneider, der dank seiner exquisiten Kleider für einen Graf gehalten wird, heiratet über Umwege dann doch noch seine geliebte Prinzessin und schafft dank seines Talentes schöne
Mode zu kreiieren den gesellschaftlichen Aufstieg. Nicht anders verhält es sich in unserem Alltag, wenn wir mit der passender Herren- und Damenmode zum Ausdruck bringen, wer wir sind, wohin wir
gehören und wie wir wahrgenommen werden wollen. In der Herren- und Damenmode gibt es seit jeher feste Regeln für die ordentliche, standesgemäße und anlaßbezogene
Garderobe. So trägt man zu offiziellen Anlässen beispielsweise nach 17 Uhr keinen Cut mehr und ein legeres "Come as you are" auf einer handgeschriebenen Einladung zum Weihnachtsumtrunk
bedeutet nicht, dass Sie in zerschlissenen Jogginghosen und Ihrem verwaschenen Lieblingsshirt erscheinen sollten.
Herrenmode und Damenmode und insbesondere Designermode, die auch ohne sichtbar angebrachtem Logo einen hohen Erkennungswert hat, verkörpert immer einen gewissen Lifestyle. Nicht zuletzt
deshalb haben fast alle bekannten Designer eine noch bekanntere Muse, die ihrer Mode das entsprechende Gesicht verleiht. Karl Lagerfeld und Claudia Schiffer sind dabei ebenso unzertrennlich wie Versace
und Liz Hurley, Yves Saint Laurent und Catherine Deneuve. Designermode ist in der westlichen Welt, in reichen und armen Ländern zum Symbol von Geld, Macht und Stil geworden. Und wer sich das
Original nicht leisten kann, hat leider eine große Auswahl an gefälschten Stücken. Warum kein eigenes Unikat schaffen? T-Shirts bedrucken,
Sweatshirts bedrucken, oder
Kapuzenpullover bedrucken
lassen und somit seine eigene kleine Marke schaffen. Es sind nicht mehr nur die ganz großen Namen, die einen Lifestyle zum Ausdruck bringen,
sondern vor allem die vielen Geheimtipps und In-Labels wie Juicy Couture, Woolrich oder Ugg. Entweder man hat sie, oder man hat sie nicht. Wer aus einem zerbeultem alten VW Bus steigt, aber neben
Designer-Hemd, handgenähten Schuhen, Daunen-Parka, exkluiven Designer Jeans und Luxusuhr auch noch den edlen Füller zückt, wird nicht für einen
armen Studenten gehalten werden - im Gegenteil - man wird womöglich auf alten Adel mit viel Understatement spekulieren.

Herrenmode ist dabei stärker reglementiert als Damenmode. In Banker-Kreisen werden Sie in der Vorstandsetage nicht allzu viel Spielraum zur modischen Entfaltung haben. Damen können
immerhin mit Farben, Schnitten, Röcken und Hosen ihr "Anderssein" und "Andersdenken" ausdrücken, werden sich aber auch hier an gewisse Regeln halten müssen. Ähnlich ist es in
der Kreativbranche. Kein schillernder Werbefachmann wird gekleidet sein wie ein Sparkassenvorstand. Und wenn es schon ein Nadelstreifenanzug sein muß, dann nicht von der Stange, sondern bitte
Designermode mit pinkfarbenem Seidenfutter. Umgekehrt wird keiner, der im Job Uniform trägt, diese umarbeiten oder mit witzigen Details versehen lassen, um sich von der Gruppe abzuheben.
Überhaupt sollten Sie gerade im beruflichen Umfeld nicht das tragen, was Ihrer aktuellen Stelle entspricht. Viel wichtiger ist in Herren- und Damenmode zu erscheinen, die der angestrebten Position
angemessen wäre. Also, als Buchhalterin in Teilzeit, die sich in einigen Jahren als Leiterin der Finanzabteilung sieht, keine Jeans und Baumwollblusen, sondern schwarzer Anzug mit Seidentop und
Hermes-Carrée. Damit zeigen Sie schon heute, was Sie morgen bieten werden.
Doch nicht nur Branchen haben ihren eigenen Modekodex. Auch Anhänger bestimmter Religionen oder Musikrichtungen zeigen mit ihrer Kleidung, was ihnen gefällt. Man denke dabei nur an
die Verbreitung der Perlenarmbänder, die Richard Gere als gläubiger Buddhist so populär gemacht hat, oder weit geschnittene Hip Hopper Hosen, die im wahrsten Sinne des Wortes unterhalb
des Hinterteils hängen. Aber trotz all dieser Regeln, Moden und Trends und wie auch immer die aktuelle Herrenmode, Damenmode oder Designermode aussehen mag: Wichtig ist, dass sie Ihnen
paßt, Ihre Persönlichkeit unterstreicht und Sie sich darin wohl fühlen. Nur dann sind Sie authentisch, nur dann können Sie wirklich zeigen wer Sie sind und was Sie können. Denn
hätte der fähige Schneider in Kellers Novelle nicht wirklich gut nähen können, wäre ihm nicht der Durchbruch als Schneider und die Anerkunnung in der Gesellschaft
gelungen.
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Mode - Herrenmode - Damenmode - Designermode
Nicht nur im Alltag machen Kleider Leute, das passende Outfit beim Sport wird auch immer wichtiger (es ist einfach schön, schöne Mode anschauen
zu können). Bei manchen Sportarten ist die richtige Sportausstattung unverzichtbar. Gerade beim Laufen sollte
man darauf achten, die richtigen Sportschuhe (z. B. Adidas Schuhe) zu tragen. Weitere Informationen zur Sportausstattung und Sportzubehör finden Sie hier.
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