Wie Frauen mit Unternehmen kommunizieren

Ein Schwätzchen hier, ein kleiner Plausch da: Dass Frauen häufiger kommunizieren als Männer, mag ein Klischee sein, doch zumindest der allgemeine Eindruck geht in diese Richtung. Und so verwundert es sicher nicht, dass die Damenwelt auch mit Unternehmen gern und häufig kommuniziert. In einer US-Studie wurde kürzlich untersucht, wie häufig und über welche Geräte Frauen mit Marken in Verbindung treten.

Regelmäßige Interaktion

Eins vorweg: Für die Studie, über die der eMarketer berichtet und die von Influenster und Adweek im Februar 2016 in Auftrag gegeben wurde, wurde nicht das Verhalten deutscher, sondern US-amerikanischer Frauen analysiert. 11.111 US-amerikanische Frauen ließen sich dazu befragen. Fast alle Befragten nutzten im Übrigen mindestens zwei Social-Media-Kanäle.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Damenwelt regelmäßig mit Unternehmen in Kontakt tritt: 31 Prozent der Befragten gaben an, dass sie täglich Websites, Apps oder Social-Media-Accounts von Brands kontaktieren. Bei 45 Prozent lag die Frequenz bei einigen Malen pro Woche, weitere 20 Prozent interagieren ein paarmal pro Monat mit Brands.

Mobile-Geräte dominieren

Am häufigsten kommunizieren Frauen mit Marken über ihr Smartphone. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass sie vor allem über dieses Gerät interagieren. Der Laptop kommt noch auf 53 Prozent, das Tablet auf 33 Prozent. Den Desktop-Computer nutzen gerade mal 20 Prozent, die Smart Watch erreicht – wohl auch wegen ihrer noch nicht so großen Verbreitung – bei zwei Prozent.

Was Frauen wollen

Überträgt man diese Ergebnisse auf den hiesigen Markt, so lassen sich für Brands, die auf E-Commerce setzen, einige nützliche Rückschlüsse ziehen. Da ein Großteil der Frauen mehrere Male pro Woche mit Brands interagiert, sollten Website und Apps, aber auch die Social-Media-Accounts häufig aktualisiert werden. Welche neuen Angebote gibt es? Welche Neuigkeiten gibt es im Unternehmen? Wie reagieren Brands auf aktuelle Entwicklungen? Können Unternehmen auf diesen Kanälen für die Nutzerinnen relevante News unterbringen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese wiederkommen – und zu Kundinnen werden. Doch diese Herausforderung ist anspruchsvoll und muss erst mal gemeistert werden. Denn um relevante News zu finden und diese für die Nutzerinnen attraktiv zu gestalten, braucht es kompetentes Personal – und das ist nicht günstig. Gleichwohl: Wer seine Internet-Auftritte nicht regelmäßig pflegt, braucht sich nicht darüber zu wundern, wenn die Kundschaft wegbleibt.

Ebenso wichtig bleibt das responsive Webdesign. Mit Smartphone, Laptop und Tablet dominieren drei mobile Geräte mit unterschiedlichen Bildschirmgrößen das Ranking der Studie. Wer es versäumt, seine Website responsiv zu gestalten, gerät gegenüber Wettbewerbern ins Hintertreffen.

Natürlich lässt sich eine US-Studie nicht ohne Weiteres auf den deutschen Markt übertragen. Und doch lässt diese Untersuchung einige Schlüsse zu, die auch deutsche Unternehmen beherzigen sollten.